Schneller Teig als günstige Basis fürs Selber Backen

by Andrea

Backen mit Andrea und MomBlog

Ich bin immer dafür, alles so einfach zu machen, wie nur irgend möglich.  Aber „einfach“ heisst auch nicht für mich „just add water and stir“ oder Fertigprodukte aus dem Lebensmittelladen zu holen.
Ich koche und backe gerne und wenn es irgendwie geht, dann eigentlich ohne Zusätze, Pulverchen und Fertig-was-weiss-ich.

Neulich stolperte ich über ein Kochbuch, das einen Schnell-Teig-Mix (natürlich selbstgemacht) zu Grunde legt, woraus man angeblich 32 andere Rezepte herzaubern kann:  
Nachtische,
Vorspeisen,
Pfannkuchen…  
Ich möchte dieses Grundrezept nicht vorenthalten und vielleicht die eine oder andere Variation daraus auch mitteilen.
Schnellteig:

  • 8 1/2 Tassen Mehl (Ich mahle Vollkornmehl* selber frisch und mache dann 4 Tassen Weißmehl und 4 1/2 Tassen VKMehl)
  • 1 Esslöffel Backpulver
  • 1 Esslöffel Salz
  • 2 Teelöffel cream of tartar —
    dict.leo sagt mir:  Weinstein…um, keine Ahnung was das ist auf Deutsch… ich verwende dies eigentlich, um Eiweiß steif zu schlagen…
  • 1 Teelöffel KaiserNatron
  • 1 1/2 Tassen trockene Milch
  • 2 1/4 Tassen Backfett oder Schmalz

In einer großen Schüssel alle trockenen Zutaten zusammen sieben. Mixe gut.  Mit dem Schneidemesser schneide das Backfett/das Schmalz hinein bis es gleichmäßig verteilt ist.  Es wird einen feinen, aber brösselige Teig ergeben.  Diesen kann man nun in einer luftdichten Frischebox aufbewahren:  
Aufkleber drauf (mit Datum) und stelle die Box an einem kühlen, aber trockenen Ort ab.  
Binnen 10-12 Tagen sollte der so hergestellte Schnellteig aufgebraucht werden.  
Ergibt:  ca. 13 Tassen Schnellteig.

* Vollkornschnellteig solltest Du lieber in der Tiefkuhltruhe aufbewahren.

Auch bei Vollkornschnellteig:  füge noch einen extra Eßlöffel Backpulver hinzu.

Rezepte:

Käsequiche:

  • Paprika Pulver
  • 1 Tasse geraspelte Käse
  • 4 Scheiben Speck/Bacon, gebraten und klein geschnitten (habe ich oft bereits „vorbereitet“ in der Tiefkuhltruhe)
  • 3 Eier
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 1/4 Teelöffel Muskat
  • 1 1/2 Tassen Milch
  • 1 Teelöffel Zwiebelsalz (ich verwende gerne gebratene Zwiebeln aus der TK, die ich im Vorfeld bereits angefertigt habe)
  • 1/3 Tasse Schnellteig (siehe oben)

Ofen auf 160° vorheizen.  Fette eine runde Backform aus.  Backform mit Paprikapulver ausstreuen (anstatt Semmelbrösel).  Darauf den Käse und Speck auslegen.  In einer Schüssel kombinieren:  Eier, Salz, Muskat, Milch, Zwiebel(pulver oder TK oder frisch) und Schnellteig.  Rühre um für ca. eine Minute oder bis alles sehr gut durchgemixt ist.  Giesse diese über den Käse/Speck.  Backe 30-40 Minuten oder bis ein Zahnstocher sauber wieder raus kommt.  Ergibt 6 Portionen.

Zuckerrüben Kekse (Oder Apfelkraut Kekse… oder Birnenkraut… oder…)

  • 2 Tassen Schnellteig
  • 1/4 Tasse Zucker
  • 1/2 Teelöffel Zimt (gemahlen)
  • 1/2 Teelöffel Ingwer (gemahlen)
  • 1/4 Teelöffel Nelken (gemahlen)
  • 1 Eigelb
  • 1/2 Tasse Zuckerrübensyrup (Apfelkraut, Birnenkraut…)
  • Zucker

In einer Ruhrschüssel kombiniere Schnellteig, 1/4 Tasse Zucker, Zimt, Ingwer und Nelken.  In einer kleinen Schüssel kombiniere Eigelb und Zuckerrübensirup.  Füge die Zuckerrübenmasse zum trockenen Teig hinzu  und mixe gut.  Eine Stunde kühlen (im Kühlschrank).  Ofen auf 190° vorheizen.   Kleine (etwa halb so groß wie ein Pingpongball) Kügelchen formen und in Zucker wälzen.  Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen.  Anschliessend jede Kugel plattdrücken.  Etwa 8-10 Minuten backen.  Ergibt ca. 30 Plätzchen.

Zimt Thins (je dünner desto leckerer)

  • 3 Tassen Schnellteig
  • 2 Eßlöffel Zucker
  • 1/4 Tassen geschmolzene Butter
  • 1/2 Tasse Milch oder Wasser
  • 1 Ei, geschlagen
  • 1 1/3 Tassen Zucker
  • 3 Eßlöffel Zimt

Ofen auf 230 ° vorheizen.  Backbleche einfetten.  In einer mittelgroßen Schüssel kombiniere Schnellteig mit 2 Eßlöffel Zucker.  Gut vermischen.  In einer kleiner Schüssel kombiniere geschmolzene Butter, Milch/Wasser und Ei.  Füge die flüssige Masse zur Trockenmasse hinzu und rühre diese dann mit einer Gabel bis alles „feucht“ ist (aber nicht durchgeglättet).  Auf ein leicht bemehlte Fläche den Teig 8 bis 10 Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig ist.
Forme den Teig in 40 kleine Kügelchen.  Mixe zusammen den Zucker mit den Zimt und streue sie großzügig auf ein größeres Stück Backpapier aus.  Wälze alle Kügelchen in dem Zimtgemisch gut ein.  Lege dann ein zweites Backpapier oben drauf (also Backpapier, Zimtgemisch, Kügelchen, dann wieder Backpapier oben drauf) und gehe mit der Nudelholz darüber (immer wieder die Zimt Thins in dem Zimtgemisch wendend) bis diese papierdünn sind.  Lege diese dünnen Zimt Thins dann auf dem vorgefetteten Backblech aus und backe für 4-5 Minuten — bis sie hellbraun und knusprig sind.

Apfel-Nuß-Kuchen

  • 2 1/3 Tassen Schnellteig,
  • 1 Tasse brauner Zucker,
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Nelken
  • 2 Eier, leicht geschlagen
  • 1/4 Tasse Milch oder Wasser
  • 2 Tassen geschälte, entkernte und geraspelte Äpfel
  • 1/2 Tasse Rosinen
  • 1/2 Tasse gehackte Nusse

Ofen auf 190° vorheizen.  Einen Kuchenform ausfetten.

In einer Ruhrschüssel kombiniere Schnellteig, braunen Zucker, Zimt und Nelken.  Mische gut.  Füge Eier und Milch bzw. Wasser hinzu.  Mixe mit dem elektrischen Mixer für eine Minute.  Füge Äpfel hinzu und rühre noch zwei Minuten länger.  Hebe Rosinen und Nüße darunter und giesse die Mischung in die Kuchenform ein.  Backe 40-50 Minuten lang bis ein Zahnstocher sauber wieder raus kommt.

Variation: Anstatt Rosinen kann man eine Tasse zerkleinerte Bananen nehmen oder einen sonstigen Obstsorte anstelle von Äpfeln.

Der Schnellteig wird seinem Namen wirklich gerecht, denn einmal vorbereitet hilft er als Basis, schnell und komfortabel neue Backereien zu kreiieren und hervorzuzaubern.

Weitere Links:

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Andrea November 19, 2010

Auf Facebook erhielt ich folgende Reaktion (und Bitte):

Klingt wirklich verlockend. Mal sehen, ob ich das auch benutzen werde. Allerdings waere es fuer die deutschen Leser hilfreich, die „Tassen“-Angaben in Gramm umzuwandeln. Wir sind das als Deutsche nicht so gewoehnt. Mir persoenlich tue mich mit der Umrechnung immer ein bisschen schwer. Da ich auch nicht die entsprechenden Messbecher habe, muss ich aber immer umrechnen. Ansonsten ist das natuerlich eine super Idee, die das Leben vereinfacht.

Also erstmal: entschuldige, dass ich nicht so darauf geachtet habe. Hier eine kleine Faustregel.

Eine Tasse entspricht gerade ein Bisschen weniger als ein 1/4 Liter (etwa 230 mL).

Ich nehme dann für gewöhnlich einen Kaffeetasse und benutze diese zum abmessen.

Hauptsache ist: die Relationen stimmen. Verwende immer der gleiche Tasse innerhalb eines Rezeptes, dann wird schon nichts schief gehen… (ich besitze keine Küchenwaage… sorry).

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