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Geheimpost selber basteln

Wir hatten keine Konservendosen zur Hand, mit denen wir sonst eine Stillepost mit Telefonhörern hätten bauen können. Deshalb haben sich die Kinder die Geheimpost ausgedacht.

Mit einer Geheimpost für Kinder könnt Ihr Euch, ohne dass es jemand hört, unterhalten.

Man nehme:
1 Schnur
2-3 Wäscheklammern (Ihr könnt auch natürlich mehrere nehmen)
2 Schreibblöcke
Befestigung für die Schnur
1 Partner

Ihr müsst nur zwischen 2 feststehenden Dingen (Schrank, Bettpfosten, Stühle…) eine Schnur befestigen (so wie auf dem Bild). Die Schnur muss ein geschlossenes Oval bilden und Ihr müßt sie so ziehen können, dass sie Zettel von einem Ort zum anderen transportieren kann.
Jedes Kind schreibt auf seinen Schreibblock eine Nachricht, reißt den Zettel ab und befestigt ihn mit einer Wäscheklammer an der Schnur.
Durch Ziehen der Schnur wandert der Zettel zum Partner.
Der nimmt den Zettel ab, liest und antwortet.
Am besten gebt Ihr dem Partner ein Zeichen (klopfen, piepsen, an der Schnur wackeln…), damit er weiß, dass der Zettel da ist.

Wir Kinder hatten viel Spaß an der Geheimpost und haben sie schon sehr oft gebaut und benutzt. Keiner hat etwas bemerkt.
Denkt dran, die Schnur und die Zettel nach der Aktion wieder abzuhängen und zu verstecken..:-)

Brettspiel zum selber basteln an Regentagen

Egal zu welcher Zeit, immer wieder brauchen Eltern für Regentage eine sinnvolle Beschäftigung für ihre Lieben.

Spiele, Basteln und viel Spass sollte für die Kinder dabei sein. Aber was tun wenn es in den Ferien, dem Strandurlaub oder am Wochenende mal wieder wie aus Eimern regnet?

Vielleicht gefällt euch ja dann das alte Brettspiel der Ägypter?. Eigentlich habe ich es für den Garten gebastelt, es sollte fast alles an Spielutensilien im Garten zu finden sein.

Die Idee stammt von den alten Ägyptern. Das Senetspiel fand man in verschiedenen Versionen in den Gräbern der Pharaonen. Aus dem alten Spiel habe ich dann eine Anleitung geschrieben die man mit wenigen Mitteln und völlig kostenlos selbst basteln kann.

Das Prinzip:

Das Prinzip ist ähnlich dem eines normalen Brettspieles. Das Spielfeld kann man selbst zeichnen, malen oder hier einfach herunterladen und ausdrucken.

Die komplette Spieleanleitung inklusive dem Spielfeld kann man hier kostenlos herunterladen: http://www.garten-sonnenuhr.org/allgemein/spielideen-fuer-kinder.html

Die Spielsteine können aus Kieselsteine, Aprikosenkerne, Muscheln oder auch Murmeln bestehen.

Statt dem „normalen“ Würfel verwendete man Wurfhölzer. Jedes Hölzchen hat eine runde, dunkle Seite und eine helle Seite an der das Hölzchen gespaltet wurde. Die Hölzchen nimmt man in beide Hände und mischt sie durch Schütteln durch. Dann wirft man sie auf die Erde/Tisch. Die hellen Stellen zählen dann wie die Augen eines Würfels. Wem das aber zu aufwendig ist, der kann natürlih auch einen normalen Würfel verwenden, statt den Wurfhölzern.

Man kann es aber auch umgekehrt machen, je nach Belieben.

Das Spiel ist für 2 Spieler konzipiert.

Ich wünsche für Vergnügen beim Basteln und Spielen.

Tiger Taps und Rosenstolz: ein Hörspiel für Kinder ab 3 Jahre

Alles beginnt mit der Titelmusik von Rosenstolz.
Und dann beginnt die Geschichte eines Tigers…..

Rosenstolz-Sängerin AnNa R. spricht in der fünften Folge des Hörspiels „Tiger Taps und seine Abenteuer“eine tierische Gastrolle.

Gute Nachrichten für kleine Fans von abenteuerlichen Dschungelgeschichten:
die Hörspielgeschichten um Tiger Taps gehen weiter.
Auf der malerischen Tropeninsel Kilago ist keine Zeit für Langeweile. Tiger Taps, seine schlaue Freundin Tiger Lana, die herzensgute Giraffe Elli, Papagei Caruso und das Hausschwein Schnüffel gehen auch weiterhin keinem Abentuer aus dem Weg.

Auf jeder CD von Tiger Taps sind zwei Geschichten enthalten. In jeder Geschichte erlebt Tiger Taps ein großes Abenteuer.
Z.B. begegnet er einem Dschungelgespenst, das nachher sein bester Freund wird und sogar bei ihm wohnen darf.
Tiger Taps ist sehr humorvoll. Giraffe Elli weiß noch nicht sehr viel vom Leben und Tiger Lana beantwortet Ellis Fragen immer mit Freude.
Papagei Caruso erzählt lustig von seinen erlebten Piratenabenteuern mit Captain Black.

Größere Grundschulkinder sind schon zu alt für dieses Hörspiel, deshalb stieß es bei uns leider nicht auf so großes Interesse. Aber für Kinder ab 3 ist die Geschichte sehr einfach und niedlich komponiert und bringt eine große Hörfreude. Die Geschichten von Tiger Taps und seinen Freundenwerden nach dem Hören sicherlich gerne nachgespielt.

Gemüsereste wertvoll verwenden

Hier wieder ein kleiner feiner Spartipp aus meiner Küche:

Kleine Gemüsereste (vom Salatschnippeln, Essen bereiten oder wenn die Kinder, mal nicht aufgegessen haben) bilden eine schöne Grundlage für Suppen aller Art. Ich schneide die Reste in kleine Stücken und friere sie ein. Mit der Zeit wird die Tüte/Dose immer voller und bunter.
Wenn’s mal schnell gehen soll, habe ich dann gleich eine Suppenmischung fertig.
Und was kommt rein?

Karotten, Lauch, Fenchel, Tomaten mit Druckstellen, die keiner mehr mag, Sellerie, optisch nicht mehr so schöne Gemüse, der Strunk von Brokkoli und Blumenkohl, Champignons, die nicht mehr ganz frisch sind….

Brettspiele für die ganze Familie

Regenwetter. Wie wäre es mit einem Spielenachmittag für die ganze Familie? Wir mögen gern Brettspiele und Spiele aller Art. In meiner Kindheit haben wir viel Karten- und Brettspiele gespielt. Meistens die Klassiker von Mensch-Ärger-Dich-Nicht über Halma und Dame zu Schwarzer-Peter, Quartett und Rommée. Letzteres haben wir oft abendfüllend und mit sehr viel Spaß gespielt. Später kamen Monopoly und Scrabble hinzu.
Spiele kann man auch in der Bibliothek spielen und ausleihen.

Hier eine kleine Liste unserer Lieblinge:

Gut für kleinere Spieler

Memory
Tempo, kleine Schnecke
Oh wie schön ist Panama
Uno
(gibt es schon in vereinfachten Versionen für Vorschulkinder mit Motiven und Farben)

Mensch-Ärgere-Dich-Nicht
Sagaland
Mikado
Villa Paletti
Das verrückte Labyrinth

für die etwas älteren Kinder und Erwachsenen

Carcassonne & Carcassonne Burg
Halma
Backgammon
Schach
Rommée
Keltis & Keltis Mitbringspiel
Elfenland
Monopoly
Scrabble
Ubongo

Was sind Eure liebsten Brett- und Kartenspiele? Welche könnt ihr empfehlen?

Kinderfahrkarte bei der Bahn: Eis kostenlos

In der Zeit vom 1.7.-31.8.2011 gibt es zur Kinderfahrkarte der Bahn einen Gutschein über ein Eis oder eine andere kleine Überraschung aus dem Bordbistro (ICE).
Kinderfahrkarten haben die Zugbegleiter meist bei sich und rücken sie von selbst oder auf Nachfrage raus.
Sie gelten nicht als echte Fahrkarte, sind aber ein netter Zeitvertreib und Sammelobjekt bei den Kindern.

Und sie versaute das Leben ihres Kindes…

Die Vögeln zwitschern, wenn man morgens das Haus verlässt ist es noch äußerst kühl und mittags bei der Heimkehr fragt man sich, wann das Waldschwimmbad wieder aufmachen wird und jedes Wochenende stehen Kinderbazare auf dem Plan.  Es ist Frühling.

Bei den hiesigen Kinderbazaren ist es üblich, dass Kinder auch im Foyer oder außerhalb des Austragungsortes ihren Kunst und Krempel verhöckern können, dabei kann man tiefe Einblicke in das Leben der heutige Kinder gewinnen…

Neulich sah ich, wie ein Knilch sämtliche Schleichritter für einen Appel und ein Ei verkloppen wollte, dazu noch diverse Nin-ten-do Spiele und drei MP3 Player…

Was mir genauer auffiel war die scheinbare Geringschätzung dieser Gaben, denn kaum verbraucht, wurden sie um ein Bruchteil des Wertes wieder verkloppt — sie wurden fast verschenkt.  Es war offensichtlich, dass diese enorme Ansammelung, die ein kleines Vermögen darstellte, ihn unabgründlich langweilte.  Das ulkige daran?  Ich kenne den Jungen, und als ich seine Eltern darauf ansprach (der Sohnemann hat aber besonders gute Preise für seine Waren, oder?), haben diese nur mit den Augen nach hinten gerollt, als ob sie sagen wollten:  „So sind die Kinder…“

Machst Du auch diese Beobachtung?  Bei den Kindern häuft sich das Spielzeug und Schnickeldei… Eine Freundin erzählte mir neulich, ihr Sohn (sie hat nur einen Sohn) sei so bombadiert worden mit Spielzeug — gekaufte, geschenkte, geerbte — von Bekannten und Verwandten, dass sie aufgehört hat, ihn zu bitten, sein Zimmer aufzuräumen. Stattdessen fordert sie ihn nur noch auf, dieses Zimmer auszubaggern… frei zu schaufeln.

Während meine Generation (aua, und mit einem Mal fühle ich mich so *alt*) sich vielleicht derart  aufgeregt hätte, das liebste Spielzeug zu verlieren, halten Kinder der heutigen Generation kaum einen Überblick über all das, was sie besitzen:  fehlt ihnen einen Spielzeug, merken nur die Wenigsten davon!  Neulich hörte ich folgende Geschichte — ein Junge fand in seinem Zimmer einen Nintendo DS (Wert ca. 150€), und es war ihm nicht möglich herauszubekommen, wessen Spielzeug dies eigentlich war.  Etwa ein halbes Jahr später war die Besitzerin bei ihm zum Spielen als sie ihren Nintendo wiedererkannte.  Lapidar hieß es, „Ich hatte mich gefragt, wo ich das Ding hab liegen lassen…“.

Natürlich geht es nicht nur um Spielzeug.  Aber auch der Fernsehkonsum (bei 3-13 jährigen 90 Min. am Tag, ab 13 bis zu 2.5 Stunden am Tag), Nintendo, Wii und Co.

Die Folge?  Überstimulation, Kinder reagieren mit Überbelastungserscheinungen und dies erscheint ihnen als *völlig normal*.  Alles, was als weniger spannend sich darbietet, etwa ein Spaziergang durch den Wald, Plätzchen backen, oder einfach im Klassenzimmer zu sitzen und einen Referat sich anzuhören, wird als langweilig empfunden.

So erscheint es mir, dass wir das Leben (und die Lebenslust sowie Unternehmungslust) unsere Kinder mit so viel Spielzeug verderben.

Aber, meine Beobachtung bis jetzt?  MomBlog Leser sind anders!  Das gibt mir Hoffnung.  Wie macht ihr das anders?  Wie wirkt ihr gegen diesen Media- und Spielwahn unserer Zeit oder wenn das noch nicht so aktuell sein sollte:  welche Strategie stellt ihr Euch vor für die kommenden Jahren?

Kinderfeste: als die Coladose sich über den Kinderzimmerteppich ausbreitete

Wer kennt das nicht?  Eine Horde von hyperaktive Kinder mit hohen Erwartungen, viel zu viel Übermut und sträflichen Mengen von Zucker im Blut sind beim Junior abgestiegen, um mit ihm seinen Geburtstag gebührend zu feiern… *schauder*.

Ich kenne nicht wenige Eltern, die sich deswegen lieber für eingekaufte Erlebnisfeste breitschlagen lassen:  100€ bei Halligalli?  Das ist doch ein Schnäppchen, denn die Kids können sich austoben, mein ZuHause bleibt in Takt und ich muss mir noch nicht mal Schlecht-Wetter-Sorgen machen.

Ich sage aber:  Halligalli und Co. machen Kinderfeste zu klebrige Angelegenheiten, denn…

haben wir unseren Kinder einen Gefallen getan, in dem wir das Geburtstagsfest outsourcen?  Was lernen sie über Geld, Manieren, Erwartungen bei solchen High-Life-Veranstaltungen für 8 Jährige?  Vor allem:  kann ich als Mutter, können (und wollen) wir als Eltern diese mit der Zeit wachsenden Erwartungen immer stand halten?

Frau BirthdayCoach aus Birthdayhausen kennt da eine andere Lösung, eine, die mir ausgesprochen gut gefällt, denn es zeigt auf

  • eine enorme Wertschätzung des Geburtstagskindes und seiner Gäste
  • wie man mit simplen Zutaten eine wunderbare Atmosphäre, sowie liebevolle Erinnerungen für die kommenden Jahren schafft
  • wie man Erwartungen setzt, worauf man gerne baut, um Charakter und wunderbare, eigenständige Personen heranwachsen zu lassen

Liebes MomBlog Team,

ich dachte, es würde euch freuen zu lesen, wie mein Mann und ich den 10. Geburtstag unserer Tochter verbringen.  Sie hatte ihre aller liebste Freundin eingeladen und wir zauberten eine magische, private DinnerParty  für Zwei in der „Casa Rustikana“ (bei uns zu Hause).

Am Mittag besprachen wir allerlei Details mit unserer Prinzessin (und ihrer Freundin):  Sie erhielten einen Rahmen, worin der Ablauf des Abends festgelegt war, wir besprachen die Sitzordnung und halfen ihnen dabei, ihr Menü selber auszutüffteln anhand dessen, was sich bereits in der Küche oder Vorratskeller befand (natürlich befand sich eine kleine Handvoll unüblicher Zutaten auf magischerweise in unseren Schränken…).  Wir haben die Grundregeln gesteckt, welche der Bedienung und Bewirtung einen gewissen Rahmen gegeben haben und die sich im Groben daran hielten, was man so üblicherweise im Restaurant vom Kellner erwarten könne.  Dazu gehörte auch eine kleine Aufklärungsrunde über das, was gute (Tisch)manieren ausmachen:  dein Gegenüber zu respektieren und herablassende Bemerkungen und Grobheiten haben hier nichts zu suchen.

Die Mädels haben sich aus der Verkleidekiste (bei uns den ganzen Jahr im Gebrauch, nicht nur zum Fasching oder Halloween) ganz schick gemacht, samt Halsketten, Ohrringe (meine Mama hatte uns mal eine Kiste voll geschickt, die keine Ohrlöcher brauchen — klip-ons… genial!), Armreife und Haarschleifchen.  Als Maitre d‘ hatte sich meinen Mann einen Frack angezogen inklusive eine unverschämt schrille Kravatte um den Hals gebunden, und ich als Kellnerin war im Abendkleid und trug sämtlichen Schmuck, den ich nur auftreiben konnte (das Zeug ist vielleicht schwer, sag ich nur!).

Wir deckten den Tisch im Schlafzimmer von Prinzessin mit:

  • einen „leinen“ Tischdecke (weisse Bettlacken) mit Stoffservietten
  • Kerzenständer, Kerzen und Windlichter
  • Blumen
  • bunte Papierschlangen entlang des Tisches
  • einen Eiskübel auf einen Podest neben dem Tisch
  • Wasser in Kristallgläser
  • einen Serviertisch (ebenfalls mit kleinen Tischdecke)
  • eine Glocke (mit Abstand das Highlight des Abends!)
  • Musik von Vivaldi

Natürlich halfen die Prinzessin und ihre Freundin gerne mit bei den Vorbereitungen, aber den Tisch hatten wir fertiggestellt, während die Zwei sich im Bad ganz hübsch machten… danach durften sie im Wohnzimmer warten, während mein Mann und ich uns fertig machten.

Endlich ging es richtig los, uns zwar so:

Der Ankunft:  Es klopfte am Kinderzimmertür und der Maitre d‘ eröffnete mit einer überschwengliche Einladung und Begrüßung den jungen Damen — welch Ehre unserem Haus zuteil wird mit der Anwesenheit diese besondere Damen!  Dazu versprach er einen zauberhaften Abend im „Casa Rustikana“.  Er stellte vor:  seine Frau, die Köchin und die Kellnerin.  Die Damen wurden zu ihren Tisch gebracht, wo er das bereits gedruckte und in Ledermäppchen eingepackte Menü ihnen präsentierte (denn die Mädels hatten die Menüs am Nachmittag hübsch verziert und angefertigt, nachdem wir uns einig waren, über das, was geboten werden konnte).

Mit einen Tuch über seinem Arm drapiert erschien der Maitre d‘ nochmals und schenkte Wasser ein, bot frische, heisse Brötchen mit Butter an und half den jungen Damen dabei, mit der Zange sich einen Brötchen ohne Vorfall auf ihren Tellen zu tun… (damit die Damen es auch erkannten, welchen Messer zu gebrauchen, wurde der Brotmesser bereits oben quer über den Brotteller gelegt).  Danach verzog sich der Maitre d‘ unauffällig in den Hintergrund.

Als die Damen bereit waren für den nächsten Gang, mussten sie nur mit der Glocke bimmeln und erzeugten damit eine Wirbelung von Aktion samt Anekdote über die Qualität und Frische oder die Herstellung des nächsten Ganges — die Gefälligkeit wurde erwidert in Lob und Anerkennung der bereits gegessene ersten Gang.

Jeden Gang wurde auf frischen Tellern serviert, das Hauptgericht wurde am Tisch mit Servierschüsseln und Tellern hergerichtet.  Silberservierplatten und -Schalen bezaubern die Atmosphere bei Kerzenlicht und können ganz einfach mit Alufolie und einigen PappServiertellern gebastelt werden.

Zum Nachtisch hatten die Damen die Wahl zwischen einer große, nicht angeschnittene Schokotorte oder einem leckere Sortiment an Plätzchen mit Kräutertee (selbstverständlich mit Zuckerwurfel und kleine Teelöffel), während der Maitre d‘ und die Kellnerin die jungen Damen mit erheiternden Geschichten und Anekdoten aus der langjährigen Betrieb des Casa Rustikana’s.  Die Damen nahmen anschliessend am Rundgang des Casa’s teil und dann mit dem Chauffeur nach Hause gefahren (einfach einmal ums Karree gefahren um wieder bei uns anzukommen).  Wir haben diese zauberhafte Stimmung natürlich nicht gebrochen, in dem wir solche Erwartungen stellten, wie „Tischabräumen“ oder gar „Spülen“, aber wir haben doch verlangt, dass es zeitig ins Bett geht.  Am nächsten Morgen erwachten die Damen, um einen frisch gedeckten Tisch zu sehen, frische Blumen und eine für zwei Prinzessinnen gebührendes Frühstück vorzufinden.

Es war auf vielfache Art und Weise ein wunderbarer Geburtstag.  Die beste Tochter der Welt hat sich sehr gefreut, nicht nur, weil wir eigentlich gar nicht dafür sind, Übernachtungsgäste zu empfangen (ein Fakt, welches diese eine Ausnahme umso kostbarer machte).  Sondern im Gegensatz zu der Halligalli-Erlebnis-Highlight-Geburtstag, sie hatte wirklich diese Zeit voll und ganz mit ihre beste Freundin… denn bei den Erlebnisgeburtstagen verflieht sich der Truppe ganz schnell,um sich eventuell wieder beim Essen zusammenzufinden, aber eigentlich suchen sich meisten die Kids zu zweit, zu dritt oder gar alleine ihre Bespassung.  Aber wir als Eltern haben auch gesehen, wie wertvoll solche günstigen Geburtstagslösungen sein können, denn nicht nur wurden unsere Familienfinanzen deutlich geringer belastet, wir haben unsere Tochter einfache und bedeutungsvolle Verhaltensregeln in eine einfache, für sie verständliche Form vermittelt.  Das höchst Aha für mich war:  so einfach kann es sein, eine junge Dame auf ihren Weg in die erwachsene Welt zu begleiten und wertvolle Tipps und Anregungen zu geben.

Wir wollten das MomBlog Team mit diesem kleinen Brief teilhaben lassen an unserer Umsetzung von den vielen tollen Anregungen, die wir von euren Schreiben bekommen haben.  Habt ganz vielen Dank,

Eure,

Frau birthdayCoach

*Natürlich ist diesen Brief reine Fiktion, das macht die Botschaft aber nicht weniger wichtig.  
Wie gehst Du mit Kinderfesten und den klebrigen Angelegenheiten um?  Steckst Du voll drin?  Oder welche kreative Lösungen hast Du bereits umgesetzt oder würdest Du gerne bei nächster Gelegenheit ausprobieren?

Kindermusikbox selber basteln: fast eine Gitarre!

musikbox

musikbox

In einem alten Petersson und Findus Pixie-Buch haben wir eine Super Bastelidee entdeckt, die wir gleich
umgesetzt haben. Der kleine Wolf (fast 3) konnte sie selber bauen. Jetzt erfreut er sich immer wieder an seiner
Musikbox, baut sie auseinander, wieder zusammen, spielt an den Saiten, zupft, schlägt und rollt über die
Gummis. Seine Gitarre.

Dazu braucht man einen leeren (Schuh)Karton und Gummis. Die Gummis werden um den Karton gespannt. Wenn man
jetzt an den Gummis zupft wie an einer Gitarre, ertönen je nach Gummi, Spannung und Position unterschiedliche
Töne.
Vielleicht bekommt ihr ja sogar eine kleine Melodie hin?

Taschengeld Ja oder nein?

Welche Strategien verwenden wir, unseren Kindern das Leben mit dem lieben Geld beizubringen?

Wir haben uns entschieden, unseren 5 Kindern kein Taschengeld zu bezahlen. Einerseits sparen wir für jedes Kind Geld an, monatlich und legen das Geld fest in Bundesschatzbriefe oder Ratensparverträge. Damit werden sie eines Tages einiges zur Verfügung haben… bis dahin sollen sie aber einiges gelernt haben. Z.B. daß Fleiss sich bezahlt macht, ein guter Arbeiter einen guten Lohn wert ist, aber auch, wie man einen Haushaltsplan entwickelt und hält, wie man finanzielle Ziele festlegt und erreicht.

Für diesen Zweck können unsere Kinder Arbeiten rund um’s Haus wahrnehmen und werden dafür entlohnt. Im Augenblick bekommen sie 0,50 € pro gut erledigte, selbst initierte Arbeiten (also, wenn sie z.B. selber merken “Wir essen gleich und der Tisch ist nicht gedeckt. Das kann ich machen!” und dies dann auch gewissenhaft und vollständig tun. Oder wenn sie merken, die Toilette ist heute noch nicht gereinigt worden, der Müll noch nicht rausgebracht… und diese Sachen gewissenhaft und vollständig tun.).  Wir erwarten dann aber auch, daß die Arbeit letztendlich doch gewissenhaft, vollständig und altersgemäß gemacht wird.

Neben dieser Möglichkeit, Geld zu verdienen (und diese Möglichkeiten sind üppig vorhanden–allerdings gibt es Pflichten, die zu erledigen sind, ohne eine Entlohnung zu erwarten!), müssen die Kinder Buch halten über ihr Einkommen und ihre Ausgaben.
Alle Einkünfte jedes Kindes müssen in verschiedene Sparten aufgeteilt werden. Augenblicklich sind die Sparsparten folgende:

  • Almosen (beträgt 5% des Einkommens) Geld, das zur freien Weitergabe an Notleidende (darf jedes Kind letztendlich entscheiden, wem dieser Geldsegen zu Gute kommt),
  • Zehntel (10%) um an die Kirche zu spenden,
  • Kleider (5%) um sich bewusst zu werden, wie teuer bzw. günstig man sich “hinreichend” bekleiden kann (wird aber manchmal stark von uns subventioniert–dennoch nur bei echtem Bedarf, extra Wünsche dürfen die Kinder selber finanzieren!),
  • Schulbedarf (10%) Grundsätzlich bekommen die Kinder ihren Schulbedarf von uns zu 100% gedeckt. Dennoch hat sich diese Sparte als vernünftig und hilfreich erwiesen, denn hieraus müssen die Kinder ihre “Schuseligkeit” bezahlen, etwa wenn sie nicht acht auf ihre Stiften und sonstiges geben. Bringen sie ihre abgenutzten Stifte, bekommen sie natürlich wieder neue von uns–umsonst. Wenn sie gelernt haben, auf ihren Sachen zu achten, dann bleibt diese Sparte, um selber etwas zum Klassenausflug und dergleichen beitragen zu können.
  • Taschengeld (10%) steht fast ausnahmslos zur freien Verfügung,
  • Kurzzeitersparnisse (15%) für Geburtstagsgeschenke (gekaufte oder Material für gebastelte) und sonstige Kurzzeitzielen,
  • Langzeitersparnisse (20%) für größere Anschaffungen, Fahrräder, Autos, erste Eigentumswohnung oder gar Haus, Studium… und
  • Mitgift (25%) damit sie es sich leisten können, von uns wegzuziehen (und zu heiraten).

Kinder und Finanzen:  Was klappt, was klappt nicht.

Wir praktizieren dieses System seit 3-4 Jahren und können inzwischen doch Erkenntnisse ziehen.  Wenn das System hängt und nicht recht vorwärts gehen will, dann hängt es an einem von zwei Dingen:
Die Bank of Mama hat zu (oder Mama vergisst wieder, die Gehälter zu überweisen)… oder aber wir erkennen:  je jünger die Kinder, desto schwieriger ist das Ganze.

Wir lösten das Problem mit der Vergesslichkeit von MAMA, in dem ich wöchentlich immer das Geld vorauszahle (das funktioniert gut bei den vorgegebenen Aufgaben) und nur bei schlammpige Arbeit darf ich was zurück verlangen.  Ich bin erstaunt wie wirksam diese Methode ist, beugt sie doch dieser Schlampereien sehr gut vor, denn es gibt eins, was meine Kinder *ungern* tun:  ihr Geld wieder hergeben!  Natürlich bei den Extradienste (die Liebesdienste) muss ich ein ausgewogenes (und nicht vergessliches) Auge auf’s Ganze haben… und das klappt doch besser und besser.

Das „Problem“ mit den jüngeren Kindern und ihrem Verständnis lösen wir lediglich darin, dass wir sie trotzdem in diesem System behalten, damit sie hineinwachsen.  Und siehe da, das mittlere Kind (inzwischen 10 Jahre alt) hat alleine in seinem Sparschwein über 175€… und er hat Pläne, wie er dies zum Teil ausgeben möchte.  Bei ihm sehe ich, dass er systematisch vorgeht, sehr darauf achtet, dass er seine Schulsachen nicht verschlampt, damit er selber keinen größeren Summe wegen Schuseligkeiten ausgeben muss (dafür leistet er lieber einen Beitrag zum Klassenfahrt usw. bei).

Beim ältesten Kind (bald 14) nehmen wir freudig zur Kenntnis, dass sie sich für ihre Auslandsreise im Herbst (5 Wochen Kanada für ein Betriebspraktikum — 9. Klasse) ein Notebook sowie eine Digitalkamera leisten kann und sogar ihren Flug.  Für ihren Lebensunterhalt und Versicherungungen kommen wir doch gerne auf und so kann eine kinderreiche Familie doch solche wunderbaren Extras ihren Kindern ermöglichen!

Beim 2. Kind macht es eine besondere Freude zu sehen, wie sie die mathematische Seite sehr anspricht (sie hasst Mathe eigentlich…).  Sie gibt ihr Geld ganz anders aus, eher nimmt sie ihre Geschwister und „lädt sie ein“ auf ein Eis oder Kinobesuch.  Sie setzt mehr auf das Gemeinschaftliche und wir sind genauso stolz auf sie, obwohl sie nicht so viel angespart hat, wie die anderen zwei, denn sie lernt trotzdem einige gute Lektionen und Finanzfähigkeiten.

Die anderen zwei sind noch recht jung, um genaueres zu sagen.  Aber der Siebenjährige scheint auch von der Großzügigkeit des zweiten Kindes abgeschaut zu haben, einerseits aber auch leicht knauserig wie das mittlere Kind zu sein scheint… bin mal gespannt, wie er sich weiterentwickelt.

Und jetzt bin ich gespannt:  Wie geht ihr mit euren Kindern und Taschengeld und Finanzen um?