Mandarinen = Zuckerbomben

update: dank einer aufmerksamen Leserin (Danke ANJU!!!!) können wir nun doch wieder Mandarinen essen…..:-)
Eine Mandarine enthält ca. 10 gr Zucker pro 100 gr Gewicht (manche Quellen nennen auch 14,4 gr) und enthält damit soviel Zucker wie 1 (EIN) Miniknoppers.
Das ist jedoch immer noch soviel Zucker, dass wir nicht bedenkenlos Mandarinen in uns rein essen werden.
Und es ist immer noch soviel Zucker, dass die Mandarine auf einer Stufe mit Süßigkeiten steht.
Der Blick auf die Kalorien alleine gibt noch keine Auskunft darüber, was auf der Hüfte nachher als Fett hängen bleibt. Der Körper verarbeitet Fett anders und besser als Kohlenhydrate.
Aber Fett contra Kohlenhydrate ist ein anderes Thema…:-)

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Würdet Ihr Eurem Kind erlauben 8 kleine MiniKnoppers zu essen? Oder acht kleine Snickers oder Mars? Mal eben so zwischendurch?

Sicherlich nicht, oder?

Was habe ich bisher gemacht? Ich habe den Kindern statt dessen eine Mandarine angeboten.

Aber:
eine Mandarine enthält genau soviel Zucker wie 8 kleine Knoppers.

Eine Mandarine wiegt ca. 63 gr und enthält ca. 50 gr Zucker.

So kann man sich irren!!

14 Gedanken zu „Mandarinen = Zuckerbomben

  1. Man kann doch nicht allen Ernstes glauben, dass ein Obst zu knapp 80 % !!! aus Zucker besteht. Obst besteht zu diesem Prozentsatz und mehr aus WASSER, wobei 80 % Wasser noch wenig sind und so einen hohen Zuckergehalt von 15-20 Prozent nur ekligsüße Früchte wie z.B. Kaki haben.

    Selbst getrocknete Früchte bestehen nicht zu 80 % aus Zucker (Feigen 50 %).

  2. Man kann auch auf das, was lokal wächst getrost essen, und zwar dann, wann es wächst. Sind Trauben jetzt erntereif? Dann lass ich die Kinder essen.

    Problematisch dabei ist die Belastung durch Pestizide usw. Daher zurück zu meinem Mantra: wächst es im Garten, dann nichts wie ran.

    Wir essen im Sommer Kirschen in rauen Mengen, dann Erdbeeren, dann Jostas, Johannisbeeren und Stachelbeeren… dann geht es in Himbeeren über, bis hin zu Brombeeren und dann langsam Heidelbeeren, Preiselbeeren bis endlich Äpfel und Birnen die Pflaumen, Mirabellen und Reneclauden ablösen…

    Evolutionsbiologisch (oder rein historisch — schauen wir lediglich ein/zwei Generationen zurück) wurde nicht anders gelebt.

    Es gab gute, fette Jahre, und es gab magere Jahre… gehört dazu.

    Das Problem ist die alltäglich kaufbare MENGE an egal was… stets greifbar, ständig verzehrbar… und oft erst vorverarbeitet (wie etwa die Kirschen in der Jogurt).

    Wuchsen Mandarinen im Garten, würde ich sie essen, so wie ich als Kind jedes Jahr frische Grapefruits vom Baum gepfluckt habe und täglich verzehrt habe, bis es nicht mehr ging… dann hiess es: abwarten!

    Auch heute, esse ich nur Tomaten aus dem Garten… und diese Tomaten sind es jedes Jahr wert, zu warten, bis sie wachsen.

    Hat man kein Garten oder keine Lust dazu? Dann kann man trotzdem zurückgreifen auf lokale Obst und Fruchtsorten…

  3. @momblog: Du sagst, der Mensch ist auf ZUVIEL Zucker nicht eingestellt, da stimme ich Dir zu. Auf die grundsätzliche Aufnahme von Zucker hingegen schon, sonst würden wir Zucker weder schmecken noch verwerten können. Aber ist es dann evolutionsbiologisch nicht sinnvoller dem Körper den Zucker in einer Form zuzuführen, die er seit jeher kennt, nämlich in Form von Früchten, statt in Form von Schokoriegeln und Softdrinks?

    1. @Anju: ja, klar erscheint das sinnvoller. Ich rede nicht GEGEN Früchte, ich versuche nur zu sensibilisieren und das starre GUT und BÖSE etwas aufzulockern. Manchmal funktioniert es, aber nicht immer 🙂

  4. Den Fanta-Apfelsaft-Vergleich finde ich auch nicht so gut. Schließlich trinkt man Fruchtsäfte in der Regel verdünnt und nicht pur. Ich kenne aber nur wenige Leute, die Colaschorle trinken. Außerdem enthalten Fruchtsäfte (also richtige Säfte, keine Fruchtsaftgetränke) Polyphenole, die verschiedene gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzen. Wenn man also nicht allein auf den Zucker schaut, wäre der Fruchtsaft dem Softdrink vorzuziehen.
    Jemandem, der bestrebt ist, sein Gewicht zu reduzieren, würde man vermutlich aber auch davon abraten seinen Flüssigkeitsbedarf komplett über Saft zu decken.

    1. @Anju: es geht nicht so sehr um jemanden, der bewußt Gewicht verlieren möchte, sondern es geht um die permanente Zufuhr von Zucker, heißt Insulinausschüttung, heißt Zucker zuFett-Umwandlung. Und das muß der Körper unserer Kinder permanent verkraften. Kinder verzichten nicht bewußt auf Zucker und sind auch nicht bewußt bestrebt, Gewicht zu reduzieren. Sie nehmen den Zucker, den wir ihnen in gutem Glauben geben. Und hier beginnt das Nachdenken. Wir halten das für normal, dass unser Körper den vielen Zucker gut verarbeiten kann, aber tatsächlich ist er darauf gar nicht vorbereitet. Zunehmende Migräne, Aggression, leichte Formen von ADS, Konzentrationsschwächen, Übergewicht bei den Kindern, werden immer häufiger auf das Zuviel an Kohlenhydraten zurückgeführt. In der Tiermast setzt man bewußt Getreide und andere Kohlenhydrate ein, damit das Tier schnell dick wird. Warum sollte das beim Menschen anders funktionieren?

  5. Also, dieser Artikel…äh, was?
    Und es ist egal ob ich Fanta oder Apfelsaft trinke…im Ernst?
    Entschuldigung, man kann natürlich soviel Fanta und Snickers essen wie man will, aber man sollte sich gleichzeitig verdeutlichen, das der Zucker und das Fett noch die harmlosesten der enthaltenen Inhaltsstoffe sind. Künstliche Aromen, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe, Farbstoffe und weiß der Geier was noch alles halte ich auch für bedenklich.
    Das alles findet sich in der Regel weder im Apfelsaft, noch in der Mandarine, wenn man sie nicht im Discounter kauft…

  6. Hihi, und ich dachte immer ich bin eine Rabenmutter, weil ich keine Tupperdosen mit auf den Spielplatz nehme (es sei denn man ist den ganzen Tag unterwegs). Schließlich gehen wir da zum Spielen, Radfahren und Rennen hin. Essen gibt’s zuhause. Wir haben ohnehin ein Kind mit Hummeln im Hintern, das am Liebsten nur in Bewegung und zwischen Tür und Angel essen würde. Das möchte ich nicht noch mit Essen auf dem Spielplatz fördern.

  7. Die Mandarine hat aber auch nicht überdurchschnittlich mehr Zucker als anderes Obst. Auch ein Apfel oder eine Birne bestehen zu 10 % aus Zucker. Trauben, Bananen oder Nektarinen haben 15 bis 20 % Zuckeranteile. Wenn man auf Zucker verzichten möchte, muss man hierauf also genauso verzichten.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das „noch mehr!“-Geschrei nach der Gabe von Obst deutlich geringer ausfällt als nach der Gabe von Süßigkeiten. Irgendwie scheint also das Süßbedürfnis dadurch besser gestillt zu werden.
    Aber Du hast Recht, auch Obst sollte nicht gedankenlos verzehrt werden.

    1. @Anju: genau so ist es. Aber ich wollte einen Artikel über Äpfel, über Birnen, über Nektarinen machen, jetzt hast Du meine Serie vorweggenommen 🙂 Auch ist die Frage, ob wir alle auf Zucker verzichten möchten oder der eine oder andere vielleicht mehr verzichten müßte. Und da sind die Rosinen, Apfelstückchen und Mandarinen in den netten bunten Tupperdosen auf dem Spielplatz eben auch mit zu hinterfragen. Ebenso wie Apfelsaft, der in 100 ml (11 gr Kohlenhydrate) genausoviel Zucker enthält wie Fanta. Aber Fanta ist BÖSE und Apfelsaft ist GUT. Dick werden, Diabetes II, Bluthochdruck, Demenz ist nicht imemr gottgegeben, sondern auch ernährungsbedingt. Ich denke, da müssen wir lernen, dass es keine GUTEN und BÖSEN Zucker gibt. Zucker ist Zucker. Es gibt schnelle und langsame Zucker, aber die Mengen die wir zu uns nehmen, sind für viele Menschen leider zuviel.

  8. Wo hast Du denn die Information her? Das Internet sagt eine Mandarine besteht etwas zu 10 Prozent aus Kohlehydraten (Zucker). Das wären bei 63 g nur 6,3 g und nicht 50 g. Außerdem müsste eine Mandarine, die zu 50g aus Zucker besteht doch viel fester und viel weniger saftig sein, oder nicht?
    100g Knoppers haben 52 g Zucker. Ein Miniknoppers wiegt 10 g. 8 Miniknoppers hätten also 41 g Zucker. Das ist doch deutlich mehr als 6,3 g Zucker, den die Mandarine hat.
    Wir können uns drauf einigen, dass eine Mandarine etwa soviel Zucker hat wie ein Miniknoppers. Allerdings kein Fett dazu und deshalb viel weniger Kalorien. Deshalb ja, ich würde meinem Kind mehrere Mandarinen hintereinander geben, aber nicht mehrere Miniknoppers.

    1. @Anju: ist doch immer wieder gut eine Wissenschaftlerin als Leserin zu haben. Danke Dir sehr für die Korrektur! Hatte die Zahlen aufgeschrieben und irgendwas total verquert!!
      Artikel ist korrigiert!!

  9. Zu einseitig.

    Was ist mit Frische, Vitamine, Ballaststoffe usw.?

    Mandarinen fördern die Gesundheit, wie steht das im Verhältnis zu Knoppers und Co.?

    (8 Mandarinen verstopfen nicht, 8 Mars???)

    1. @Andrea: Frische? Welche Frische bei den langen Transportwegen? Vitamine? Welche Vitamine, wenn die Mandarinen grün gepflückt werden und tagelang transportiert werden, dann kühl gelagert werden? Ballaststoffe hat die Mandarine leider kaum welche. Das VitaminC-Märchen von Orangen und MAndarinen ist ja auch ausgeträumt, besser ißt man eine Portion Weißkohl. Unser Kiste mit Mandarinen steht hier jetzt rum und ich denke, dass der Weihnachtsspeck der vergangenen Jahre nicht nur von den Lebkuchen kam…

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