Kosmetik selber machen: ganz kleine Tips

Ich bin kein Creme- und Kosmetikkäufer. Weder auf die Babypopos noch auf meine eigene Haut kommt Creme.

Außer nach einem Tag in der Sonne; dann tut es abends schon total gut, wenn sich die Haut etwas entspannen kann.

Wir machen das mit eigenen Tinkturen, die den großen Vorteil haben, dass sie jedesmal anders riechen, dass sie in kleinen Mengen hergestellt werden und dass sie fast nichts kosten.

Ganz beliebt, weil es die rauen Winterhände der Tochter wieder hat zart werden lassen und mein Dekolleté verjüngt hat, ist unser Olivenöl-MassageÖl.

Man nehme ein kleines Fläschchen, fülle einen Fingerbreit Olivenöl hinein, dazu fünf Tropfen Wasser und soviel Parfüm, wie gewünscht.
Dann kräftig schütteln und fertig ist das beste Massage- und Hautstraffungsöl! Da das Hautöl ohne Emulgatoren hergestellt wird, musst Du es vor jedem Gebrauch erneut kräftig schütteln, damit Wasser, Parfüm und Öl sich wieder mischen.

Genauso erfolgreich ist unser Peelingöl. Die Herstellung ist total simpel, denn was gehört eigentlich nur in eine Peelingcreme hinein: irgendetwas, das die Haut abrubbelt und ein Schmiermittel.
Wir haben das Peelingöl wieder mit Ölivenöl und ein paar Löffeln Salz und ein paar Spritzern Parfüm gemacht (je mehr Salz umso röter die Haut 🙂 ). Ebenso gut funktioniert es mit flüssigem Honig, in den das Salz eingerührt wird. Ich habe gelesen, dass die Herstellung natürlich auch mit Sand anstelle von Salz die gewünschte Wirkung erzielt, aber ich möchte in meiner Dusche nicht noch mehr Sand als den Kindersand haben.

Erstaunliche Wirkung hat unser Fußbad gegen Schweißfüsse erzielt. Ich habe nicht an die Heilkraft geglaubt, dachte aber, ein Versuch kann ja nicht schaden.
Man nehme Zitronenmelisse (drei bis vier Stengel) und koche diese in 250 mlWasser kurz auf und lasse sie dann min 1 Stunde im Wasser ziehen. (Das Wasser muss braun-grünlich werden).

Mit dieser Tinktur bereitet man ein Fußbad zu (auf 2 Liter Wasser ein Drittel der Tinktur) oder reibt die Füsse direkt mit der Tinktur ab.
Nach drei Behandlungen waren die Schweißfüsse mit bakterieller Ursache bei uns verschwunden.
Angeblich soll Zitronenmelisse antibakterielle Wirkung haben, und somit die Schweißbakterien vernichten.

Andere bekannte Hausmittel wie Joghurt-Gurkenmaske oder Quarkmaske habe ich noch nie ausprobiert, weil ich mir da wie frisch aus der Biotonne gehüpft vorkäme…:-)

Wie pflegt Ihr Euch ohne einen Besuch im Drogeriemarkt oder der Parfümerie?

24 Gedanken zu „Kosmetik selber machen: ganz kleine Tips

  1. Mein Peeling: jeden Abend zerkleinerte Haferflocken auf den Gesicht, 5-10 min einwirken lassen, dann mit Wasser abspülen. Macht die Poren sauber, die Haut wird geschmeidig und erholt. Rezept noch von meiner Oma. Man kann auch etwas Salz rein tun, nur das trocknet die Haut.

  2. Pragmatisch?

    Persönlicher Hygiene betreibt man so oder so.

    Was soll an den oben genannten Methoden unpragmatisch sein? Oder was macht konventionellen (z.T. teuren) Methode pragmatisch(er)?

  3. Ah cool. Haben wir am Anfang auch gemacht, dann aber aufgrund widriger Umstände (Umzug & Co) wieder aufgehört. Würde es aber beim potenziellen nächsten wieder versuchen. Info folgt.

  4. 😯 ( *grins* hätte ich nicht anders erwartet… auch Stilleinlagen…)

    [noch was: Ich wette, Du kannst mir was zum Thema Windelfrei erzählen… vielleicht kannst Du einen Beitrag darüber schreiben? Im Oktober ist es soweit bei uns und ich würde gerne auf Windeln gänzlich verzichten…]

  5. Naja, oder überhaupt irgendwohin. Über die Haut wird das ganz schnell aufgenommen und wandert im Körper weiter, führt zu Störungen im Körper (steht im verdacht, Krebserregend zu sein, Alzheimer zu begünstigen etc). Wie so alles, was wir so aufnehmen, was so nicht für unseren Körper gedacht ist…

  6. Es gibt ein Buch, was ich aber selbst noch nicht gelesen habe, was aber auf meiner unbedingt-lesen-Liste steht: „Die Bombe unter der Achselhöhle“. Ausserdem : „Alles klar mit Haut und Haar“ (da geht es hauptsächlich um die Inhaltsstoffe überhaupt in Shampoo und Kosmetik) Das fand ich sehr aufschlussreich und gut.

  7. Ich möchte halt keine Chemie direkt an meine Lymphknoten haben. Deshalb kommen für mich Deos nicht in Frage. Auch keine Kristalle, weil da ja auch Aluminium (Alaun) drin ist.

  8. LOL, weiss ich nicht… um Lady Speed Stick (glaub ich) — fürchterlich aber es funktioniert. Ich habe etliche Deos in Deutschland und Holland über die Jahre gekauft und wirklich probiert… aber wenn ich nach kürzester Zeit mich selber riechen kann/muss… igitt!

    Was ich allerdings noch nicht probiert habe sind diese Deo-Steine… irgendwie sind sie mir suspekt (nicht zwingend von der Gesundheitsskala).

  9. Ah! Deo ist auch auf meiner Liste!!!

    Bislang (und zwar seit über 20 Jahren inzwischen) importiere ich mir das Zeug aus Kanada… langsam muss ich mich lösen von dem Zeug…

  10. Haut: Kokosöl nach der Sonne (wirkt kühlend) oder Sesamöl im Winter (gut für trockene Vata-Typen wie ich)

    Haare: Tonerde-Shampoo (wird noch ersetzt, ich habe aber noch nicht das passende Mittel gefunden)

    Zähne: Zahnseife (von einer Freundin geschenkt bekommen. Noch etwas gewöhnungsbedürftig)

    Nun bin ich noch auf der Suche nach einem wirkungsvollem (nicht)Deo.

  11. Ha! Seit einem halben Jahr (oder gar länger) verzichte ich auf Shampoo. (Natürlich wasche ich mir immer noch die Haare…)

    Bin jetzt auf der Suche nach Ersatz für Zahnpasta… 🙂

    Ich habe hier einen Kandidat für das Fußbad gegen Schweißfüsse… werde am Wochenende ausprobieren. Danke für den Tip!

  12. Meine Füße pflege ich jetzt schon seit ein paar Monaten mit Einlegesohlen aus Zedernholz. Vorher hatte ich auch andere Einlagen und Sprays gegen Schweißfüße ausprobiert. Nichts hat wirklich geholfen und ungesund ist es obendrein, da die Füsse sehr viele (Gift-)stoffe über ihre Hautoberfläche aufnehmen. Die Sohlen haben mir auf natürlichem Weg geholfen. Die besten Erfahrungen habe ich mit den Sohlen von Zederna gemacht.

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