Der riesige ökologische Fußabdruck eines Babys

Wer erstmalig Nachwuchs bekommt, wird staunen, wie sehr das bisherige Leben von diesem winzigen Menschen durcheinandergewirbelt wird. Eingespielte Routinen zwischen den Partnern, Rituale zum Essen oder zu Bett gehen, geliebte Fernsehsendungen oder Bücher, all das ändert sich in nicht vorstellbarer Weise. Dazu kommt, dass sich der ökologische Fußabdruck der bisher zweiköpfigen Lebensgemeinschaft ganz drastisch ändert. Eine Person mehr macht da in etwa so viel mehr aus, wie der Abdruck einer Mücke im Verhältnis zu dem eines Elefanten.

Strom sparen? Unmöglich

Da bezieht man Ökostrom, macht immer das Licht hinter sich aus, heizt nur zwischen November und Februar und nur einen Raum, fährt mit Bus und Bahn zur Arbeit und benutzt nur Recyclingpapier. Seine Wäsche wäscht man im Sparprogramm mit Waschnüssen oder biologisch abbaubarer Neutralseife und seine Tasse benutzt man auch mal mehrmals, damit man nicht zu oft abwaschen muss. Und dann? Ein halber Meter Mensch kommt in den Haushalt und auf einmal sieht man sich jeden Tag einen ganzen Sack voller nicht recycelbarer Windeln, aus Zellstoff und Plastik und mit unangenehmer Füllung zum Müll bringen, unzählige Tücher und Taschentücher verbrauchen und fast jeden zweiten Tag eine Maschine Wäsche waschen. Mit Fleckenentferner, Vollwaschmittel und Extra-Spülen versteht sich, damit die Flecken herausgehen und Babys Haut keinen Ausschlag bekommt. Weil die Sachen ständig dreckig werden und man mit dem Trocknen nicht hinterherkommt, sieht man sich sogar einen Wäschetrockner anschaffen, der mit 1500 Watt anderthalb Stunden lang die Wäscheberge trockenpustet. Das ökologische Gewissen in einem windet sich, aber das war ja noch nicht alles.

Eigene Leistung: Nachlassend

Schlaf ist ein kostbares Gut, gerade in den ersten Lebensmonaten von Babys. Da die meisten frischgebackenen Mamas nicht genug davon kriegen, lässt die Leistungsfähigkeit nach. Neben der Müdigkeit kommt Vergesslichkeit dazu, auch Stilldemenz genannt. Also war´s das auch mit dem „immer daran denken Licht auszumachen“ oder vielleicht hat man einfach gerade keine Hand frei. Der Herd brennt schon mal länger als unbedingt notwendig und der Flaschen- oder Gläschenwärmer ist eigentlich auch im Dauerbetrieb. Man lässt das Wasser immer lange laufen, bis man die perfekten 37 Grad Celsius fürs Badewasser eingestellt hat und die Heizung ist hochgedreht, damit Baby nicht friert und man selbst auch im Stillshirt nicht frösteln muss. Das alles schlägt sich nicht nur aufs ökologische Gewissen, sondern vor allem auf die Energiekosten wieder. Am besten man schaut vor dem dicken Ende in Form der Jahresabrechnung auf www.steckdose.de, ob man nicht einen günstigeren Zulieferer findet und ob es das Ganze auch in Öko gibt? Babys jedenfalls stammen wohl eher nicht aus dieser „Abteilung“.

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